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ISO 25010 als Standard für Software Qualitätssicherung

  • 1. Apr.
  • 4 Min. Lesezeit

ISO 25010 für Software Qualitätssicherung

Softwarequalität ist keine Frage des Bauchgefühls. ISO 25010 macht sie messbar – mit klar definierten Merkmalen, nachvollziehbaren Metriken und einem Rahmen der in der Praxis funktioniert. Bei Plexteq ist ISO 25010 nicht Theorie, sondern Arbeitsgrundlage.


Was bedeutet QA in der IT?


Qualitätssicherung (QA) in der IT bedeutet: sicherstellen dass Software tut was sie soll – zuverlässig, sicher und nachvollziehbar. QA umfasst alle Prozesse die dafür sorgen dass Fehler erkannt werden bevor sie beim Kunden ankommen.


Der Unterschied zu bloßem Testing: QA ist kein einmaliger Schritt am Ende der Entwicklung, sondern ein kontinuierlicher Prozess der den gesamten Entwicklungszyklus begleitet.


Was ist die Softwarequalität nach ISO 25010?


ISO/IEC 25010 ist der internationale Standard zur Bewertung von Softwarequalität. Er definiert welche Eigenschaften ein Softwareprodukt haben muss um seinen Zweck zu erfüllen – funktional, technisch und aus Nutzersicht.


Der Zweck von ISO 25010 ist klar: Qualität messbar machen. Nicht als abstraktes Konzept, sondern als konkrete, überprüfbare Merkmale die für jedes Projekt individuell gewichtet werden können.


Welche Qualitätsmerkmale werden in ISO 25010 definiert?


ISO 25010 gliedert Softwarequalität in acht Domänen – jede mit konkreten Teilmerkmalen:


Funktionale Eignung

Erfüllt die Software die definierten Anforderungen – vollständig, korrekt und zweckgemäß?


  • Funktionale Vollständigkeit

  • Funktionale Korrektheit

  • Funktionale Angemessenheit


Was ist Leistungseffizienz in ISO 25010?

Leistungseffizienz beschreibt wie effizient eine Software ihre Ressourcen nutzt – relativ zu den gestellten Anforderungen.


  • Zeitverhalten: Antwort- und Verarbeitungszeiten

  • Ressourcennutzung: Speicher, CPU, Netzwerk

  • Kapazität: maximale Grenzen des Systems


Kompatibilität

Funktioniert die Software zuverlässig im Zusammenspiel mit anderen Systemen und Umgebungen?

  • Koexistenz: Teilen von Ressourcen ohne gegenseitige Beeinträchtigung

  • Interoperabilität: Austausch und Nutzung von Daten mit anderen Systemen


Was ist Gebrauchstauglichkeit in ISO 25010?

Gebrauchstauglichkeit beschreibt das Ausmaß in dem eine Software von bestimmten Nutzern effektiv, effizient und zufriedenstellend eingesetzt werden kann.

  • Erkennbarkeit der Eignung

  • Erlernbarkeit

  • Bedienbarkeit

  • Schutz vor Nutzerfehlern

  • Ästhetik der Benutzeroberfläche

  • Barrierefreiheit


Zuverlässigkeit

Wie stabil ist das System unter realen Bedingungen – und über welchen Zeitraum?

  • Reife: Stabilität im Alltagsbetrieb

  • Verfügbarkeit: auch unter spezifischen Bedingungen wie Offline-Betrieb

  • Fehlertoleranz: Funktionsfähigkeit trotz Hardware- oder Software-Fehlern

  • Wiederherstellbarkeit: Datenwiederherstellung nach Unterbrechungen – besonders kritisch für datenintensive Anwendungen


Sicherheit

Schützt die Software Daten und Informationen vor unbefugtem Zugriff?

  • Vertraulichkeit

  • Integrität

  • Nachweisbarkeit

  • Verantwortlichkeit

  • Authentizität


Für EU-Unternehmen direkt verknüpft mit der DSGVO, für US-Unternehmen im Gesundheitsbereich mit HIPAA. Plexteq hat in beiden regulatorischen Umgebungen gearbeitet – in E-Government, Healthcare und Disaster-Recovery-Systemen.


Wartbarkeit

Wie leicht lässt sich das System modifizieren, korrigieren und erweitern?

  • Modularität: Änderungen an einer Komponente beeinflussen andere nicht

  • Wiederverwendbarkeit: Assets lassen sich in anderen Systemen einsetzen

  • Analysierbarkeit: Aktivitäten im System sind nachvollziehbar

  • Modifizierbarkeit: Änderungen ohne Qualitätsverlust möglich

  • Testbarkeit: auch automatisiert


Wartbarkeit sollte von Anfang an mitgedacht werden – nicht erst wenn das erste Problem auftritt.


Portierbarkeit

Lässt sich die Software in unterschiedlichen Umgebungen betreiben?

  • Anpassungsfähigkeit an verschiedene Betriebsumgebungen

  • Installierbarkeit: besonders relevant für mobile Anwendungen

  • Austauschbarkeit: kann die Software eine andere für denselben Zweck ersetzen?


Welche Methoden der Qualitätssicherung gibt es?


QA-Methoden lassen sich in zwei Kategorien einteilen:


Statische Methoden – ohne Ausführung der Software: Code Reviews, Inspektionen, statische Analyse. Fehler werden erkannt bevor das System läuft.

Dynamische Methoden – mit Ausführung der Software: funktionale Tests, Performance-Tests, Sicherheitstests, Regressionstests, User Acceptance Testing. Frameworks wie Selenium, Cucumber, Gatling oder Ranorex übernehmen dabei wiederkehrende Testphasen automatisiert.


Die effektivste Strategie kombiniert beide – mit einem klaren Prozess der festlegt wann welche Methode eingesetzt wird.


Worin besteht der Unterschied zwischen ISO 9126 und ISO 25010?

ISO 9126 war der Vorgängerstandard – verabschiedet 1991, zuletzt aktualisiert 2001. ISO 25010 löste ihn 2011 ab und erweiterte das Qualitätsmodell grundlegend.


Die wichtigsten Unterschiede:

  • ISO 25010 hat acht statt sechs Qualitätsdomänen – Sicherheit und Kompatibilität wurden als eigenständige Bereiche aufgewertet

  • Die Teilmerkmale wurden präzisiert und erweitert

  • ISO 25010 unterscheidet explizit zwischen Produktqualität und Gebrauchsqualität

  • Der Standard wurde stärker auf moderne Softwarearchitekturen ausgerichtet


Kurz: ISO 25010 ist die zeitgemäße, deutlich präzisere Version.


ISO 25010 in der Praxis: Wie Plexteq damit arbeitet

Ein Standard ist nur so gut wie seine Umsetzung. Bei Plexteq bildet ISO 25010 das Fundament – bevor die erste Zeile Testcode geschrieben wird.


Konkret: Wir analysieren die bestehende Systemlandschaft, definieren Qualitätsmetriken je Komponente und legen Abnahmekriterien fest die für alle Beteiligten verbindlich sind. Entwicklung und Testing sprechen damit dieselbe Sprache – von Anfang an.


Das Ergebnis wenn es richtig gemacht wird: Bei einem unserer Kunden im Energiesektor sank die Zeit für vollständige Tests von mehreren Wochen auf 15 Minuten – weil das Framework auf einem soliden ISO 25010-Fundament aufgebaut war.


QA ist ein Prozess – kein Einzelereignis

ISO 25010 liefert den Rahmen. Aber Qualitätssicherung entsteht nicht durch einen Standard allein – sie entsteht durch einen Prozess der diesen Standard konsequent lebt.


Bei Plexteq beginnt dieser Prozess früh: mit der Validierung der Anforderungen, der Erstellung von Testdokumentation und der schrittweisen Einführung von Automatisierung dort wo sie echten Mehrwert bringt. Die Vorteile zeigen sich schnell: Fehler werden gefunden bevor der Kunde sie findet, Testing wird transparent, und die Dokumentation wird zum zentralen Referenzdokument für alle Beteiligten.


FAQ zum Thema ISO 25010


Was ist ISO 25010?

ISO/IEC 25010 ist der internationale Standard zur Bewertung von Softwarequalität. Er definiert acht Qualitätsdomänen mit konkreten Teilmerkmalen – als Grundlage für messbare, reproduzierbare Qualitätssicherung.


Was ist der Zweck von ISO 25010?

ISO 25010 macht Softwarequalität objektiv bewertbar. Statt subjektiver Einschätzungen gibt der Standard konkrete Kriterien vor die projektübergreifend einheitlich angewendet werden können.


Was bedeutet QA in der IT?

QA steht für Quality Assurance – Qualitätssicherung. In der IT umfasst QA alle Prozesse die sicherstellen dass Software zuverlässig funktioniert, Anforderungen erfüllt und Fehler erkannt werden bevor sie beim Nutzer ankommen.


Worin besteht der Unterschied zwischen ISO 9126 und ISO 25010?

ISO 25010 ist der Nachfolgestandard von ISO 9126 und erweitert das Qualitätsmodell von sechs auf acht Domänen. Sicherheit und Kompatibilität wurden eigenständige Bereiche, die Teilmerkmale wurden präzisiert und auf moderne Softwarearchitekturen ausgerichtet.


Ist ISO 25010 eine Zertifizierung?

Nein. ISO 25010 ist ein Qualitätsmodell – kein Zertifizierungsstandard. Er dient als Rahmen zur Definition und Bewertung von Softwarequalität, stellt aber kein Zertifikat aus.


Welche Bedeutung hat ISO 25010?

ISO 25010 ist die internationale Grundlage für die Bewertung von Softwarequalität. Er ermöglicht es Teams, Qualitätsziele klar zu definieren, messbar zu machen und systematisch umzusetzen – über Projektgrenzen und Organisationen hinweg.


Warum ist ISO 25010 wichtig?

Ohne gemeinsame Qualitätskriterien entstehen Lücken – zwischen Anforderungen und Umsetzung, zwischen Entwicklung und Testing. ISO 25010 schafft eine gemeinsame Sprache für alle Beteiligten und verhindert dass Qualität dem Zufall überlassen wird.


Interesse an Software Qualitätssicherung auf Basis der ISO 25010?

Sprechen Sie uns an – wir zeigen Ihnen wie wir den Standard in Ihrem konkreten Projekt einsetzen.


 
 

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